Neuigkeiten

 


50 Relocation – Flüchtlinge kommen nach Heidelberg! Kleiner Erfolg der Initiative des Asylarbeitskreises

 


Nach Anschlag in Kabul: Der Bundestag hat am 1. Juni Abschiebungen nach Afghanistan eingeschränkt

 


Stellungnahme des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg e.V. zur „Verordnung des Kultusministeriums über die Stundentafeln für die Vorbereitungsklassen (VKL) allgemein bildender Schulen“

 


Brief von OB Eckart Würzner an Angela Merkel: Appell für zügige Umsetzung des Relocation-Programms.

 


Gemeinderat Heidelberg: relocation ja! “Befreiung” von der Aufnahme kommunaler Flüchtlinge: auch ja.

Der Heidelberger Gemeinderat hat am Donnerstag, den 30. März 2017 nahezu einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

 “Der Gemeinderat begrüßt das sogenannte Relocation-Programm und signalisiert, dass Heidelberg im Rahmen seiner Möglichkeiten zu einer Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Programm mit Bezug zu Heidelberg bereit ist. Er beauftragt die Verwaltung, mit einem Schreiben des Oberbürgermeisters an die Bundesregierung zu appellieren, sich für eine zügige Umsetzung des Programms einzusetzen.”

Wir begrüßen dies uneingeschränkt!

Zuvor hatte hat der Gemeinderat mit einer Stimme Mehrheit  die Klausel im Vertrag über das Registrierzentrum auf Heidelberger Gemarkung bestätigt, wonach Heidelberg von der Aufnahme kommunaler Flüchtlinge befreit ist, solange das Registrierzentrum besteht. 

 


Flüchtlinge nach Heidelberg holen, erste Schritte zum Erfolg!

Am Donnerstag, 30. März ab 18 Uhr tagt der Gemeinderat. Hier werden nun endgültig die Entscheidungen fallen.  Bitte kommt und nehmt an der Sitzung teil! Jetzt geht es um viel!

 


Flüchtlinge aus Griechenland nach Heidelberg holen.

Helfen Sie dem Oberbürgermeister Mut zu fassen, mit gutem Beispiel voran zu gehen:

Unseren Brief an OB Würzner ONLINE unterschreiben!

 


Relocation von Griechenland nach Deutschland!

Wir waren am Rathausplatz und haben Unterschriften dafür gesammelt.

Beitrag im SWR in der Mediathek: Minute 7:30 bis 10:00

 


Fakten und Argumente gegen rechte Parolen und Vorurteile

Sprachfähig in der Flüchtlingsdebatte: Fakten und Argumente gegen rechte Parolen und Vorurteile

 

Die Broschüre, herausgegeben vom Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz, gibt es hier...

 


Das Beste 2016 – Tag des Flüchtlings am 6.10.2016

Heidelberger Asylarbeitskreis feierte den "Tag des Flüchtlings": Die vielen Ehrenamtlichen sind gut vernetzt, aber mehr Männer könnten es noch sein.
Artikel aus der RNZ vom 9.10.2016 von Maria Stumpf
(Nutzung mit freundlicher Genehmigung der RNZ)

 

Heidelberg. Der Asylarbeitskreis Heidelberg hatte sich für den diesjährigen "Tag des Flüchtlings" ein unzweideutiges Motto herausgesucht: Menschenrechte haben keine Grenzen. "Das ist ein bitter nötiger Appell nicht nur an die Regierenden, sondern auch an alle Bürger in Europa", sagte die neue Vereinsvorsitzende Mia Lindemann vor weit über 100 Gästen im Saal der Providenzgemeinde.

 

Doch mit Appellen allein gibt sich der Asyl-AK nicht zufrieden und so wurde Lindemann ganz konkret: Viele griechische und italienische Städte und Regionen würden mit Flüchtlingen weitgehend allein gelassen. "Warum holt die Stadt Heidelberg nicht direkt Flüchtlinge von dort zu uns?", fragte Lindemann. Die Stadt Osnabrück etwa tue das. "Es ist ein neuer Denkansatz und die Stadträte könnten mal darüber nachdenken." Dafür gab es im vollen Saal viel Applaus.

 

Lindemann nutzte das Fest mit Musik, internationalen Leckereien und Infos zum zivilgesellschaftlichen Engagement des Vereins auch, um Spendern und Unterstützern zu danken. Wie schon seit vielen Jahren wurde der Tag gemeinsam mit Flüchtlingen, Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern gefeiert. Dass die lokalen Akteure der Flüchtlingsarbeit gut vernetzt sind, betonten Christian Heinze von den Diakonischen Werken und Birgit Grün von der Caritas. In Heidelberg gebe es eine gute Willkommenskultur: "Das Leben in Vielfalt ist dann besonders gut möglich, wenn wir aufeinander zugehen", sagte Grün.

 

Was der Asyl-AK für Menschen auf der Flucht bietet, stellte Annette Schiffmann in einem Bildervortrag dar. Dazu gehören etwa Alltagshilfe oder Sprachkurse, aber auch Kinderbetreuung, Patenschaften und Weiterbildungsprogramme. Der Verein unterstützt auch bei der Integration in den Arbeitsmarkt. "Es geht mir nicht darum, ein schrecklich guter Mensch zu sein", sagte Schiffmann, "aber die Leute sind nun einmal zu uns gekommen und ich bin hier und helfe – weil ich es kann."

 

Auch die beiden Studentinnen Sissy Geider und Tülay Arslan engagieren sich im Asyl-AK. Sie organisieren Workshops für die Qualifikation der Ehrenamtlichen. "Das sind so bis zu 25 Teilnehmerinnen pro Kurs. Es ist gut, dass es so viele gibt in dieser Stadt." Allerdings: "Ehrenamt scheint Frauensache zu sein. Männer sehen wir weniger bei uns." Dabei sei Mitmachen nicht schwierig: "Einfach mal bei uns melden!"

 

Der Asylarbeitskreis übernimmt seit 2001 im Auftrag der Stadt die Koordination des bürgerschaftlichen Engagements für Flüchtlingsfamilien und Asylsuchende, die in Heidelberg leben. Das Sozialamt fördert dafür den Asylarbeitskreis mit einem jährlichen Zuschuss.

 

Wir danken Philipp Rothe von der RNZ für die freundliche Überlassung der Fotos Nr. 5 und 6.

 


Das Beste 2016 – Freiwilligentag am 17.9.2016

Freiwillig Schöner Wohnen – Patton Barracks Heidelberg: Asylarbeitskreis & "Weststadt sagt JA" gemeinsam mit dem Freiwilligentag am 17. September 2016. Wir haben es geschafft und es hat so viel Spaß gemacht.

 

Es war ein verwegen großer Plan für die freiwilligen Helfer und Helferinnen, und er hat geklappt! Und es gibt wieder zwei besonders deutsche Zungenbrecher-Wörter, die wir im Unterricht üben können. Zwei große Küchen sind sonnengelb gestrichen, sauber bis in den letzten „Dunstabzugshauben-Winkel“ und warten jetzt auf Bodenfliesen, damit auch die geplanten Arbeitstische zwischen die Öfen wandern können.


Und das „Paletten-Bänkebau-Projekt“ hat sechs schöne und stabile Bänke hervorgebracht, fertig geschmirgelt und mit Lasur versehen. Das hochwertige Material verdanken wir dem Herrn Getränke-Fein, der selbst am Samstagmorgen vorgefahren ist und abgeladen hat. Zwei Heidelberger Schreiner haben Maschinen und Know-how zum Schrauben, Sägen, Schleifen und Montieren beigetragen - 1001 Dank, das war für viele der Bewohner buchstäblich der Hammer.

Im Flur ist seit Samstagabend wegen dieser Sitzgelegenheiten ein echtes soziales Leben entstanden. Viele der Bewohner, die sich sonst immer in ihren Zimmern verkriechen, saßen plötzlich draußen, Hausaufgabenvergleich und Gekicher, leise Musik und Gespräch und Diskussionen.

Danke an alle tollen Freiwilligen - die tapferen Einzelmenschen und die Belegschaft der IT-Firma Sovanta, ihr seid die Besten.


Wir danken Philipp Rothe von der RNZ für das tolle Foto mit dem Oberbürgermeister.
Und danke an Sweet Home fürs Kochen, an Al Natura für Obst und Gemüse und an Heidi und Hilde von Weststadt sagt JA für Organisation und Kuchen und Käse und Suppenschüsseln und das Zelt und überhaupt. Ein Ort für Menschen, die es dringend brauchen, ist wohnlicher geworden - wie schön.

 

 


Netzwerktreffen mit Einfach Heidelberg

Grenzen überwinden - nachhaltig inspiriert sind wir bis heute vom Kurzvortrag in leichter Sprache zum Thema Flucht am 1. Dezember im Heidelberger Forum am Park, bei dem wir auch unsere Arbeit  präsentieren konnten.

 

Besonders interessant fanden wir den Austausch mit den Vertretern von "Einfach Heidelberg".
Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Nachrichten und Informationen hier in der Region in einfache Sprache zu übersetzen. Das ist gerade in Verbindung mit unserer Arbeit sehr interessant – in unzähligen Beratungen von Flüchtlingen ärgern wir uns immer wieder über die komplizierten und unverständlichen Sätze in Behördenbriefen. Das geht sicher besser – auch unsere eigene Homepage überprüfen wir jetzt daraufhin.

 

Die Veranstaltung wurde von Gebärden-Dolmetscherinnen begleitet. Nach den Vorträgen drehten sich spannende Gespräche des Abends darum, wie gehörlose Menschen und geflüchtete Neuankömmlinge ganz ähnliche Grenzen überwinden können. So war eine Gruppe gehörloser Frauen sehr angetan von unserem kleinen Taschen-Bildwörterbuch – konzipiert für Flüchtlinge unmittelbar nach ihrer Ankunft, die darin einfach auf die Dinge zeigen können, die sie meinen, wenn sie sich verständigen wollen.

Fotonachweis: Oliver Uhrig, Medienbüro Rein Neckar

 


Wintergemüse für den Patton Garten – Gemeinschaftsunterkunft für Männer

Kurz vor dem Herbstregen geschafft: Sellerie, Kohlrabi und Brokkoli gepflanzt, Spinat gesät! Ein eisiges, verregnetes Wochenende Mitte April – das war der Anfang unseres ehrgeizigen Garten-Projekts.

 

Wie bitte? Ein Garten? Auf diesem vertrampelten Streifen Gras und Matsch, vollgepackt mit alten Fahrrädern und vermüllt mit allem, was man halt so fallen lässt auf dem Weg ins Haus?  Echt jetzt? Ob da überhaupt einer mitmacht von den Männern aus Gambia, Algerien, Nigeria, Afghanistan, Syrien und Georgien? Was wollen die mit einem Garten?

 

Und dann – WOW. So schnell haben wir noch nie Leute schaffen sehen, so viel Spaß und Gelächter  beim improvisierten Zusammenarbeiten, Stöhnen über dem Kompost-Gestank, Anorak an, Anorak aus, im Regen in der Sonne, schaufeln und graben und Steine schleppen und wieder schaufeln. Und dann ein ganzes Auto voller Blumen (Spende!) ausladen und pflanzen, rosa, weiß und rot und blau. Wer nie erleben durfte, wie junge Männer aller Länder plötzlich schwärmen von Farben und den Namen von Vergissmeinnicht lernen wollen, hat wirklich was verpasst.

 

Kartoffeln setzen, Weidenbögen flechten, über winzige Möhren lachen, die einfach nicht mehr größer werden, Unkraut jäten, verwundert über den Sinn von Johannisbeeren grübeln. Den Garten gibt es jetzt seit einem halbes Jahr – seither kein Müll mehr vor dem Haus außer ein paar Zigarettenkippen. Er wird gegossen und gepflegt, Tonnen von grünen Bohnen und Kartoffeln und Salat und Möhren und Minze sind geerntet und gegessen und getrunken worden, hunderte von Tomaten sind grün geblieben, dafür gibt es mehr Salbei und Maggikraut als irgendjemand jemals verbrauchen kann. Bei Sonne sitzt man drin, bei Regen sieht er trotzdem gut aus.

 

Im Dezember stecken wir die Tulpenzwiebeln. Wer weiß, was der Frühling bringt.

 


Neuwahl des Vorstandes

Lange Tradition in der effektiven Unterstützung von Flüchtlingen in Heidelberg: Der Asylarbeitskreis Heidelberg e.V. verabschiedete seine bisherige Vorsitzende Gudrun Sidrassi-Harth.

 

Zu den diesjährigen Vorstandswahlen des Asylarbeitskreises Heidelberg e.V. wollte Gudrun Sidrassi-Harth nicht mehr antreten: nach mehr als 15 Jahren Vorstandsarbeit möchte sie „nur“ noch Flüchtlinge bzw. Neubürger begleiten und den Verein in gewohnter Weise mit ihrem politischen Weitblick und ihrer Erfahrenheit unterstützen. Die Mitgliederversammlung dankte ihr herzlich für das, was sie geleistet hat und immer noch leistet. In der Rückschau auf die Geschichte des Vereins war es G. Sidrassi-Harth besonders wichtig, auf den Gemeinderatsbeschluss des Jahres 2009 hinzuweisen, als Heidelberg die Save-me-Kampagne unterstützte und sich bereit erklärte, Kontingentflüchtlinge aufzunehmen. So müsse auch jetzt die Stadt stärker darauf hinwirken, dass Flüchtlinge nach Heidelberg kommen, denn die Möglichkeiten der Stadt seien bei weitem nicht ausgeschöpft. Dafür ist das ehrenamtliche Engagement in Heidelberg allemal groß genug.

 

Die neue Vorsitzende, Mia Lindemann, kritisierte das Konzept der sicheren Herkunftsländer und kündigte an, dass der Verein das Motto von Pro Asyl beherzigt: Der Einzelfall zählt!

 

Die Mitgliederversammlung verabschiedete einstimmig einen Appell an die Bundesregierung zur Aufnahme von Geflüchteten, die in Griechenland festsitzen, als Kontingentflüchtlinge.

 


Ehrenamtliche für Flüchtlinge: 4 Wochen Sprachkurs reichen nicht

Flüchtlinge bekommen in der Regel nur einen kostenlosen Deutschkurs - Hier springen in Heidelberg Ehrenamtliche des Asylarbeitskreises ein – Von Theresa Leisgang

 

„Khush Aamadid, Welcome dear friends, hochverehrte Gäste“ – auf insgesamt fünf Sprachen begrüßte Julia Campos vom Asylarbeitskreis vergangenen Dienstag das Publikum in der Volkshochschule. Denn die Sprache stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung des Projekts „Sprachbrücken“, das Campos ins Leben gerufen hatte.  Schon in ihrer Ansprache wurde klar, dass es der 31-Jährigen nicht um einen Dialog über Geflüchtete, sondern mit ihnen geht. Abwechselnd auf Englisch und Deutsch erklärte sie die Ziele des Projekts. Bisher erhielten Geflüchtete in Heidelberg einmalig einen Bildungsgutschein für einen kostenlosen Sprachkurs. „Es dauert aber nicht nur vier Wochen, bis man eine Sprache beherrscht“, sagt Campos. Deshalb schuf sie eine Struktur für inzwischen 50 Ehrenamtliche, die nun zusätzlich vor Ort in den Flüchtlingsunterkünften unterrichten. Seit es die „Sprachbrücken“ gibt, findet das Angebot regelmäßig dreimal pro Woche auf verschiedenen Niveaus statt. „Aber eigentlich ist es das Wichtigste, dass wir uns in den Kursen gegenseitig kennenlernen“, erklärte Campos in ihrer Rede. Die Soziolinguistin sieht die Sprache als Schlüssel für eine gesellschaftliche Integration.

 

Die Flüchtlingsband „Millionba Sound System“ brachte Schwung in den kleinen Saal der Volkshochschule, in dem sich inzwischen Geflüchtete, Heidelberger und Heidelbergerinnen drängten. „Wenn es mit der Sprache noch nicht so gut klappt, funktioniert die Kommunikation am besten über die Musik“, sagte die Musikerin Jutta Glaser. Sie fühlte sich offensichtlich zu Hause zwischen den Trommel-Rhythmen und den sanften Klängen des Iranischen Gitarristen Ashkan.

Nicht immer war die Stimmung so unbeschwert gewesen in der Planungsphase der Sprachkurse. Ohne große finanzielle Mittel, nur mit der Unterstützung durch Ehrenamtliche und das Sozialamt, baute Julia Campos langsam eine feste Struktur auf. Dazu gehören nicht nur Stundenpläne für die Unterkünfte Henkel-Teroson-Straße, die Patton Barracks und das neue „Hotel Metropol“, sondern auch Fortbildungen für die Lehrkräfte. „Sprachenlernen ist ein langer Prozess, deswegen ist euer Engagement so wichtig“, bedankte sich Campos bei den Ehrenamtlichen. Dass inzwischen einige Geflüchtete als Praktikanten oder Auszubildende an Betriebe in der Region vermittelt werden konnten, führt sie auf den Sprachunterricht zurück.

 

Seit November 2015 wird die Koordinierungsstelle für die „Sprachbrücken“ und das Lehrmaterial von der Baden-Württemberg Stiftung finanziert. Besonders wichtig sind der Stiftung, die landesweit rund 1500 Projekte unterstützt, zukunftsweisende Bildungsprogramme. Geschäftsführer Christoph Dahl betonte in seinen Grußworten, wie ausschlaggebend die langjährige Erfahrung des Asylarbeitskreises für das „qualitativ hochwertige“ Projekt sei.

 

Erfahrene und neue Engagierte stellten im Lauf des Abends auf interaktiven Tafeln vor, wie man konkret „Sprachbrücken“ bauen kann. Kiara Groneweg unterrichtet seit dem Herbst eine Gruppe junger Männer in den Patton Barracks. Die 20-Jährige studiert zwar nicht Deutsch als Fremdsprache, aber durch einen Freiwilligendienst in Ungarn fühlte sie sich gut vorbereitet. In ihrem Alphabetisierungskurs kommt es erst einmal darauf an, Lesen und Schreiben zu lernen. „Manche haben noch nie ein Alphabet gelernt, da muss man sich erst einmal hineinversetzen“, so die Studentin. Das gegenseitige Verständnis zu fördern, genau darum geht es Julia Campos. Die meisten anderen Aktivitäten wie Theatergruppen, Musik- oder Sportangebote entstehen durch den Kontakt im Sprachkurs, so Campos. Deshalb will der Asylarbeitskreis auch ab dem Sommer in der neuen Unterkunft „Hotel Metropol“ am Hauptbahnhof ein Sprach-Café eröffnen, das Raum für Gespräche außerhalb des Unterrichts bietet.

 

Für Lamin aus Gambia ist der Deutschunterricht längst zu einem wichtigen sozialen Ankerpunkt geworden. „Wir treffen uns abends auch zum Kochen“, sagt der 23-Jährige in gebrochenem Deutsch. Er zeigt auf dem Heidelberger Stadtplan, den das Team mit wichtigen Orten für Asylsuchende markiert hat, seinen Lieblingsort: Das „Sweet Home Projekt“, wo jeden Montag Interessierte zusammen kommen, um zu kochen und gemeinsame Aktionen zu planen.

Wie sehr Essen verbindet, zeigte sich auch beim bunten Buffet, das zum Teil vom diakonischen Projekt „Manna – gemeinsam kochen und essen“ gespendet wurde. Bei Zwiebelkuchen und afghanischer Dessert-Creme „Ferni“ mit Rosenwasser und gehackten Pistazien kamen alle Teilnehmer ins Gespräch. Die Töne von Jutta Glasers Flüchtlingsband ließen den Frühlingsabend schließlich entspannt ausklingen. 

 


Ausstellung zeigt Heidelberg aus dem Blickwinkel Asylsuchender

Alle Deutschen schauen auf die Asylsuchenden, ob sie ihnen auf den Straßen oder in den Medien begegnen. Der Blick auf die Menschen ist ihnen oft verstellt. Eine gute Möglichkeit sie wahrzunehmen ist, durch ihre Augen zu sehen.

 

Dies ermöglichen Fotos, die Geflüchtete aus Gambia, Afghanistan, dem Irak und Iran von Heidelberg machten. Die Stadtbücherei Heidelberg lädt dazu ein, die Ergebnisse unter dem Titel "Blick:Kontakte" vom 16. Februar bis 13. März 2016 zu betrachten. Am 16. findet zur Eröffnung eine Vernissage statt, zu der alle Interessierten eingeladen sind.

 

Das Fotoprojekt unterstützte der Asyl-Arbeitskreis und der dpunkt.verlag in Heidelberg. Private Spender stellten für dieses Projekt Kamerasysteme zur Verfügung. Nach einem Workshop im Oktober 2015 hatten die Teilnehmer die Aufgabe, über die Eindrücke "ihres Novembers" fotografisch zu berichten. Aus den mehr als 2.000 Bildern wurden für die Ausstellung 60 ausgewählt und in einem Fotoband veröffentlicht. In der Ausstellung werden etwa 20 Bilder zu sehen sein.


Text: Dirk Hartmann, BetterNet GmbH, Redaktion Foto Hits

Bilder: dpunkt.verlag, Heidelberg

 


Asylarbeitskreis-Mitarbeiterin Theresa Leisgang berichtet

 


Bilder vom Sommerfest 2015 des Asylarbeitskreises

 


Gudrun Sidrassi-Harth erhält Bundsverdienstkreuz

Für ihr langjähriges außerordentliches Engagement in der Flüchtlingshilfe wurde Gudrun Sidrassi-Harth das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreichte die Auszeichnung am 18. Juli 2015 in Heidelberg im Rahmen des Interkulturellen Festes.

©Philipp Rothe

 


Unsere Kindergruppe auf dem "Willi"-Kulturmarkt

Einen abwechslungsreichen Samstag verbrachten unsere Flüchtlingskinder auf dem "Willi"-Kulturmarkt in der Heidelberger Weststadt. Verwöhnt mit frischen Waffeln, Erdbeeren und Pommes warteten alle gespannt auf den Auftritt von Clown "Mr. Graham" um 12 Uhr. Seine Zauberkünste und Tricks beim Jonglieren oder mit dem Diabolo wurden mit ausgiebig Applaus und Kinderlachen gewürdigt. Auch das anschließende Kinderschminken und ein Weltsprachenspiel trugen dazu bei, dass bei vielen dieser Tag in schöner Erinnerung bleiben wird. Wir bedanken uns herzlich bei der "Initiative Heidelberg für Kunst, Kultur und Genuss"!

(13.6.2015)

 


Initiative "Heidelberg sagt ja!" besucht Kindergruppe in der Hardtstraße

Im Gemeinschaftsraum der Asylunterkunft in Kirchheim wurde es an diesem Freitagabend besonders bunt. Vertreter der Initiative "Heidelberg sagt ja" waren zu Besuch und brachten für unsere Kindergruppe Plakate und Fingerfarben mit, die in von talentierten Bastelhänden mit Freude gestaltet wurden. 

"Heidelberg sagt ja!" setzt sich für den menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen in der Politik und Gesellschaft ein und setzt ein Zeichen in unserer Stadt. Zur Homepage geht es hier

(November 2014)

© Alex Schäfer

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